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Geschichtliches zum Thema Heiraten

Hochzeitskleidung

Vor und nach der Jahrhundertwende heiratete die Braut in einem schwarzen Kleid. In den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts wurde nach und nach das weiße Brautkleid Mode. Sein Vorbild war die höfische Hochzeitskleidung. Zudem galt das weiße Hochzeitskleid als Zeichen der Reinheit und Jungfräulichkeit der Braut und entsprach damit den Vorschriften der kirchlichen Moral.

Der Schleier, seit dem 4. Jahrhundert als Symbol der Reinheit geltend, ist kulturgeschichtlich älter. Verschleierung übernahm die Kirche für Gottesbräute, die jungen Nonnen. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts setzte sich die Mode, bei der Trauung einen Schleier zu tragen, durch und fand bald allgemeine Verbreitung. In den einzelnen Landschaften entwickelten sich eigene Hochzeitstrachten, die verschiedene Zeitstile und spezifische Eigentümlichkeiten vereinten. Seit den siebziger Jahren unseres Jahrhunderts werden auch Hochzeitskleider aus farbigen Stoffen getragen.

Der Kopfputz der Braut ist ein erst seit 1900 aufkommender Schleierersatz. Er ist die Restform einer alten Brautkrone, wie sie seit dem 6. Jahrhundert belegt ist. Krone und Kranz fanden später Eingang in die Modekleidung der Damen im Mittelalter. Der grüne Myrtenkranz schmückte einst die Hochzeiter. Später wurde der Rosmarin bei uns zum Liebes- und Hochzeitssymbol. In Kinderreimen und Volksliedern wurde auf diese Bedeutung hingewiesen. Dann wurde der Rosmarin durch die Myrte abgelöst. Das Hemd, das der Bräutigam am Hochzeitstage anzog, wurde von der Braut angefertigt und geschenkt. Es wurde Brauthemd genannt. Besondere Bedeutung hat der Trauring, der erst spät mit dem Christentum und der christlichen Ehe zu uns kam. Man nimmt an, daß er aus römischer Überlieferung stammt und Treuering war. Schließlich wurde der Treuering zum Trauring und ein Zeichen des durch den Priester gesegneten Ehebundes.

Hochzeitsgeschichte

Bild links: Zu Anfang dieses Jahrhunderts heiratete die Braut noch im schwarzen Kleid: Hochzeit Osterspay, Müsch. 1912

Bild rechts: In den zwanziger Jahren kam nach und nach das weiße Brautkleid in Mode: Hochzeit Nett, Wershofen, 1929

Quelle